Mehr Sound, bitte!

August 27th, 2009

Beruflich habe ich bisher ja vor allem Webprojekte umgesetzt (siehe mueboe.de oder moizi.info). Doch so viel Reiz das auch haben mag, es gibt immer Teile der Arbeit, die auf Dauer nerven. Wenn irgendwelche Serverkonfigurationen nicht so wollen wie ich, Bugs unauffindbar sind oder die schön gestaltete Seite im Internet Explorer mal wieder aussieht wie Müll, dann freut man sich immer mal wieder neues und anderes machen zu können.

Wenn dann, wie zuletzt, Aufträge die Erstellung von Musik oder Sound beinhalten, fühlt sich für mich Arbeit direkt weniger nach Arbeit an. Schön. So soll das sein.

Resultat 1: Microsite für das Produkt “Porviva“. Innenarchitekten und Planer können hiermit sehr schöne Oberflächen gestalten. Mein Part war die Umsetzung der Seite in Flash und die Erstellung der Hintergrundmusik.

Resultat 2: Sounddesign für NeoDeco-Typoclip. NeoDeco ist eine Schriftart des relativ jungen Typo-Webshops Hype for Type. Mit der Zeit sollen die meisten ihrer Schriften in einer kurzen Animation vorgestellt werden. Ob ich mehr als diese eine vertonen werde ist noch unklar. Dennoch:

NEO DECO IDENT from HypeForType on Vimeo.

Um sich in etwa vorstellen zu können, was genau das Schwierige / die Herausforderung an der Arbeit ist, kann man den Ton leise drehen. Das war mein Startpunkt, bis zum Endergebnis tastet man sich dann Sekunde für Sekunde vor.

Vor allem nach dieser Erfahrung hoffe ich nun, dass ich beruflich in Zukunft mehr mit Klang zu tun habe. Vielleicht gibt es ja auch Dinge, die daran nerven; nur hab ich sie noch nicht entdeckt.

Also denn: Mehr Sound, bitte!

Animationsfilm: One Motor For All

June 13th, 2008

Hier seht ihr nun das Ergebnis meiner Abschlussarbeit des Moduls Creative Design an der Hogeschool Zuyd in Maastricht. Damit ihr nicht so ganz auf dem Schlauch steht, will ich vielleicht noch kurz die Aufgabenstellung erläutern. 

Wie vielleicht ein paar Leute mitbekommen haben, war hier bereits des öfteren von Edward de Bono die Rede. Und dieser Herr hat uns auch die Grundlage für die Aufgabe geliefert:

 

Mit dieser Problemstellung sollten wir uns nun beschäftigen, das Problem analysieren und eine kreative Lösung für das Problem finden. Es ging hierbei nicht allzu stark um realisierbare Lösungen, sondern vielmehr darum, darüber nachzudenken, was denn überhaupt alles möglich sei. Nachdem wir uns für eine Lösung entschieden hatten, sollten wir einen ‘Prototypen’ erstellen –

 was sich nach mehreren Gesprächen mit den Dozenten aber eher rausstellte als: bindet eure Lösung in irgend ein (evtl. interaktives) Medienprodukt ein. So kommt es, dass in meiner Abgabe nicht zu viel von der spezifischen Lösung gesprochen wird, sondern eher davon, dass es eine Lösung gibt

Mein Ansatz war der, zunächst dieses ganze Verkehrschaos zu abstrahieren. Wenn man das tut landet man bei einem Transportproblem, nicht bei einem Autoproblem. Menschen wollen von A nach B; dass sie dies mit dem Auto tun liegt lediglich daran, dass das für sie momentan die komfortabelste Lösung ist. Gäbe es eine bessere Lösung, würde sie genutzt.

Was wäre denn, wenn es schon eine gute Lösung gäbe, von jemandem der genug Zeit hatte, diese zu entwickeln? Zum Beispiel die Natur: Blutkörper in unseren Körpern haben die gleichen Probleme wie wir in Städten: sie müssen von A nach B kommen. Generell hinkt dieser Vergleich nicht:

  • Ein Mensch hat Adern, eine Stadt hat Straßen
  • diese haben gewisse Rangordnungen: Wichtige (Aorta/Hauptstraßen) lassen Viel in kurzer Zeit passieren; Unwichtigere (Kapillare/kleine Straßen) brauchen keine zu großen Kapazitätten
  • In der Blutbahn schwimmen Blutkörperchen; auf den Straßen bewegen sich Menschen. Ein Mensch ohne Blut ist tot; eine Stadt ohne Menschen ist tot

Und jetzt die Unterschiede:

  • Menschen können individuell entscheiden, wo sie hin wollen; Blutkörperchen nicht. 
  • Alle Blutkörperchen werden von einem Motor angetrieben: dem Herz; Menschen denken, sie müssten dies individuell tun: sie denken, sie müssten die Macht haben, entscheiden zu können, wie sie wann wie schnell auf welche Weise wohin fahren.

Wenn man nun diese letzten beiden Punkte ändert, ist man bei meiner Lösung: Nicht die Menschen müssen sich aus eigener Kraft (Autos) über einen statischen Grund bewegen, sondern ein beweglicher Grund befördert statische Menschen. Sie bekommen einen Motor für alle Einwohner: Ein Netzwerk aus Förderbändern, das auf die bestehende Infrastruktur aufgebaut wird. Mit verschiedenen Prioritäten/Geschwindigkeiten.

Vorbild: Blutbahn.

Unterschied: das Individuum kann immer noch entscheiden, wo es hin will.

Vorteil:  Die Menschen schleppen keine Stahlgehäuse mehr mit sich mit (um sich rum), die leer und zehn mal so groß sind wie sie selber -> mehr Menschen können auf der selben Fläche transportiert werden. Da das System zentral gesteuert ist, kommt es zu keinen Staus mehr. 

Und für diese Lösung hab ich also eine Art Teaser erstellt. Er soll Interesse wecken, sodass die Leute sich die Detail-Informationen auf der Info-Website holen. Viel Spaß. 

 

Natürlich: Feedback und Anregungen sind immer gern gesehen, in den Kommentaren.