der mann mit der maske.

als teenager hatte ich zwei persönlichkeiten.

einen offiziellen niklas: 

verständnisvoll,
zuvorkommend,
intelligent,
immer optimistisch,
„vernünftig“,
brav.

und einen krassen gegenpol,
der immer nur zutage kam,
wenn ich betrunken war – 
von meinen freunden„terrornicken“ genannt:

grob,
laut,
bescheuert,
unvernünftig,
grenzüberschreitend,
chaos-stiftend,
zerstörend,
nervend.

es musste nur genug alkohol im spiel sein,
und terrornicken kam zu tage.

warum war das nötig?

weil der brave niklas nicht authentisch war.
ich hatte versucht zu kontrollieren,
was die anderen für ein bild von mir haben
und dabei zu viele teile meiner selbst unterdrückt. 

so gab es zwei kategorien von verhaltensweisen: erlaubt und verboten.

tagsüber gab ich den musterschüler,
den kreativ-genie, den schwiegersohn. 

nachts – betrunken – musste dann
all das „verbotene“ passieren,
um das gleichgewicht wieder herzustellen.

wie im sandkasten:
wer eine sand-fassade bauen möchte,
muss ein loch graben,
aus dem der sand geschöpft wird.

will sagen:
eine fassade aufzubauen
ist wie eine feder aufzuziehen,
es entsteht spannung,
die entladen werden möchte.

die alternative:
man nimmt sich einfach so wie man ist
und verhält sich einfach so,
wie man sich verhalten würde:

wütend, wenn man wütend ist,
traurig, wenn man traurig ist,
tanzend und lachend, wenn man happy ist.

nicht kontrollieren zu wollen,
ob die anderen einen mögen
hat einen vorteil:
leute werden gefiltert.

die, die den echten niklas nicht ertragen können,
sind einfach nicht mehr da, nicht mehr relevant.

und die, die mich mit allem nehmen,
die bleiben.

mit denen kann ich ich sein.
brauche keine maske.
bin einfach
niklas.

welche maske hast du viel zu lange getragen?
hast du sie schon abgelegt?
wenn nein: was brauchst du, um dich zu trauen?

31.03.2015




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der mann mit der maske. der mann mit der maske.