schreiben ohne kopf.

vor kurzem empfahl ich die morgenseiten.

was genau passiert
wenn man wirklich täglich
auf diese weise schreibt
ist wohl bei jedem unterschiedlich.

es gibt also keine garantie,
dass folgendes auch bei dir passiert,
aber ich möchte dennoch meine erfahrung teilen.

der text „was soll man machen“
ist innerhalb der morgenseiten entstanden -
nachdem mein kopf leergeschrieben war,
und ich schon eine weile
„ich weiß nicht was ich schreiben soll“
geschrieben habe.

dann habe ich wieder wörter gehört,
aber diesmal kamen sie irgendwie von woanders.
also nicht von meinem alltäglichem denkorgan.

es hat sich auch anders angefühlt.
ich habe einzelne wörter oder wortblöcke gehört
und einfach aufgeschrieben.
oft wusste ich also am anfang des satzes nicht,
was ich da überhaupt aufschreibe.

als der text dann fertig war,
konnte ich ihn rückwirkend durchlesen,
und es war, als würde jemand zu mir sprechen.
also mit dem dort benutzten „du“
bist nicht du gemeint,
sondern war – in erster linie – ich gemeint.

faszinierend.

bin ich jetzt ein channel
oder habe übersinnliche fähigkeiten?

ich glaube nicht.
ich glaube jeder kann das.

und ich weiß nicht,
wer oder was da diktiert hat,
und wenn es mein unterbewusstsein war,
auch gut. sogar sehr gut.

das interessante an dem ganzen ist ja:
man kann schreiben ohne kopf.

17.03.2015




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schreiben ohne kopf. schreiben ohne kopf.