dezentralität.

das internet konnte gesellschaftlich
nur so disruptiv sein, 
weil es in seiner grundstruktur dezentral aufgebaut ist.

es gibt zwar einige große backbones
(also hauptleiterbahnen),
die – wenn ausgeschaltet – weite teile des uns bekannten internets unerreichbar machen würden,
aber das prinzip internet ist nicht zentral gesteuert
und ist somit schwer zu kontrollieren.

was für ein gewinn
für die meinungsfreiheit,
meinungsdiversität
und bewusstseinsentwicklung.

wer weiß, wer ich heute wohl wäre,
wenn es das internet nicht gegeben hätte?

all die dinge,
die mich radikal zum guten verändert haben,
habe ich über das internet gefunden.

dezentralität.

das würde uns in so vielen anderen bereichen gut tun:

in der presse,
in der energieversorgung,
in der wirtschaft,
im geldsystem.

wie genial wäre es denn,
wenn es kleine zusammenschlüsse gäbe,
5-10 häuser,
die ihren eigenen strom erzeugen
und die bezahlung unter sich ausmachen?
was übrig bleibt kann eingespeist werden.

wie genial wäre das denn,
wenn es bei eurozusammenbruch keinen schaden gäbe,
weil es überall funktionierende
regionalwährungen gibt,
die lokal geschlossene
wirtschaftskreisläufe versorgen?

wie genial wäre es denn,
wenn die zeitungen wirklich
unterschiedliche dinge schreiben würden,
wenn es nicht eine handvoll gatekeeper gäbe,
die weltweit die berichterstattungen prägen?

meines erachtens hat das nichts
mit deutschtümelei zu tun,
an dieser stelle kritisch zu sein,
wenn immer mehr verantwortung
nach brüssel delegiert wird.
immer mehr entscheidungen werden zentralisiert
und wandern in für bürger
immer unerreichbarere gefilde.

wir brauchen offene und vernetzte dezentrale strukturen,
das wäre _wirklich_ nachhaltig.

28.03.2015




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dezentralität. dezentralität.